Die Geschichte des Sportvereins
von Josef Fegert und Karin Lück
Bereits in den Jahren 1920 - 1926
wurde in Heckendalheim mit Begeisterung Fußball gespielt. Da aber
ein Fußballplatz zu dieser Zeit noch nicht vorhanden war, spielte
man gerade dort, wo sich eine Gelegenheit bot oder ein Eigentümer
eine Wiese oder einen Acker zur Verfügung stellte. Es wurde
improvisiert und mit Pfosten und Latten ein ,,Fußballplatz"
angelegt. War das Spielen an einer Stelle nicht mehr möglich, zog
man zu einem anderen Ort. So spielte man anfangs auf den Wiesen am
,,Puhl" oder im ,,Wiesental". Nachdem es hier nicht mehr möglich
war, zog man mit Pfosten und Latten auf die ,,Ensheimer
Ziegelhütte", heute Flughafen Ensheim.
Am l .4.1926 wurde von der fußballbegeisterten Jugend in
Heckendalheim unter dem Namen ,,FC Teutonia" der erste Sportverein
gegründet. Zum l. Vorsitzenden wurde damals Ewald Omlor gewählt, zum
Schriftführer und Kassierer Heinrich Hartz.
Um die unbefriedigende Spielfeldsituation zu beenden, ging man im
Jahre 1928 daran, mit Pickeln und Schaufeln die Kalkofenlöcher in
der ,,Steinbrucher Ahnung", dem heutigen Neubaugebiet, einzuebnen.
Mit einem heute kaum vorstellbaren Idealismus, mit Begeisterung und
Kameradschaft wurde in unzähligen Stunden ein Sportplatz angelegt.
Schon in den dreißiger Jahren war der SV Heckendalheim kein
unbeschriebenes Blatt mehr; er war sowohl bei Pokal- als auch bei
Freundschaftstreffen ein respektabler Spielpartner.
Alle Wege zu auswärtigen Spielen mußten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder
mit dem Pferdefuhrwerk zurückgelegt werden. Man erzählt von
Fußmärschen bis Bliesransbach und Bliesmengen-Bolchen.
In den Jahren nach dem, 2. Weltkrieg kam es dann zu der
erfolgreichen Elf des ,,ewigen Zweiten". 1954 schrieb eine Zeitung,
daß kaum ein "Verein aus dem Gau" sich wie der SV Heckendalheim
rühmen kann, über eine l. Mannschaft mit solch konstanter Form zu
verfügen. Dem Nachwuchs dieser Elf gelang es 1955, unter Führung von
Trainer Wachs aus St. Ingbert, die erste Meisterschaft in der Gruppe
St. Ingbert zu erringen. Diese wurde jedoch von damaligen
Vereinsgegnern angefochten und vom Verband aberkannt, weil bei
unserer Mannschaft ein nicht spielberechtigter Spieler eingesetzt
war.
1956 gelang der Mannschaft erneut die Meisterschaft. Aus dieser Zeit
sind noch schöne Fahrten und Freundschaftstreffen, wie Burgalben
(Pfalz), Mühlheim-Koblenz (Rhein) sowie ein Spiel auf
internationaler Ebene an Ostern 1953 in Paris gegen eine Mannschaft
der dortigen Renault-Werke in Erinnerung. Diese Mannschaft war dann
noch zweimal in Heckendalheim zu Gast.
Im Jahre 1960 konnte die heutige Sportanlage mit Mitteln der
Gemeinde und der Sportplanungskommission erbaut und eingeweiht
werden.
1963 gelang fast der gleichen Mannschaft von 1955/56 die dritte
Meisterschaft in der C-Klasse, Gruppe Saarbrücken.
In der Verbandsrunde 1966 stiegen die l. und 2. Mannschaft ab und
spielten von der Verbandsrunde 67/68 an wieder in der C-Klasse. Nach
Abschluß der Runde belegte die l. Mannschaft den 8. Platz von 17
Vereinen, die 2. Mannschaft den 8. von 12 Vereinen. Nach dieser
Runde übernahm Ernst Stein aus Bildstock das Training, und die l.
Mannschaft kam von 9 Vereinen auf den 4. Platz.
In der Verbandsrunde 1969/70 wurde dann Karl Redel aus St. Ingbert
als Trainer für die aktiven und Jugendmannschaften verpflichtet. Er
brachte es fertig, daß man in jeder Jugendstaffel mit einer
Mannschaft vertreten war; D und C- Jugend konnten jeweils die
Meisterschaft erringen, so daß sie um die Saarlandmeisterschaft
spielten. In dieser Zeit wurde in Eigenleistung der Mitglieder
erstmals eine Flutlichtanlage erstellt.
Anfang der siebziger Jahre gründete man unter Trainer Redel eine
Damenfußballmannschaft. Der Zuspruch war in den vier Jahren so groß,
daß man eine 2. Mannschaft in der Verbandsrunde melden mußte. Es
wurden Spiele außerhalb unserer Landesgrenzen in Luxemburg, Dänemark
und auf Sylt ausgetragen. Der Spielbetrieb wurde 1974 wieder
eingestellt, da nicht mehr genügend Spielerinnen vorhanden waren.
Im Juli 1972 wurde in einer Feierstunde dem SV Heckendalheim das
Sportheim übergeben, das in einjähriger Bauzeit von den
Vereinsmitgliedern in vielen Arbeitsstunden errichtet worden war.
Finanziell wurde diese Maßnahme durch die Gemeinde und die
Sportplanungskommission unterstützt.
In der Runde 1973 waren die C- und die B- Jugendmannschaften in die
Kreisklasse aufgestiegen. Wegen Spielermangel schied man jedoch im
nächsten Jahr wieder aus.
Ab der Verbandsrunde 1973/74 übernahm Viktor Uth aus Ommersheim das
Training, und die l. Mannschaft stieg bereits in dieser
Verbandsrunde in die B-Klasse Blies auf. In guter Erinnerung sind
die Jugendfußballturniere, die man auf internationaler Ebene in
Heckendalheim in Abständen von zwei Jahren veranstaltete.
In den weiteren Jahren wurden unter den Trainern Helmut Hoffmann,
Hans Hurth, Viktor Uth und Horst Gruber jeweils Mittelfeldplätze in
der B-Klasse erreicht. Für die Verbandsrunde 1982/83 wurde Egbert
Fickinger als Spielertrainer verpflichtet. Ihm gelang mit der
Mannschaft die Meisterschaft in der nunmehrigen Kreisklasse A und
der Aufstieg in die Bezirksliga Ost.
In der neuen Saison wurde als Trainer Lothar Trier verpflichtet, der
bereits nach der Vorrunde von Josef Schwab abgelöst wurde. Wegen der
dünnen Spielerdecke und bedingt durch Verletzungen schaffte man den
Klassenerhalt nicht.
1984 wurde eine Jungen- und Mädchenturnabteilung gegründet.
Ab der Verbandsrunde 1986/87 wurde der aktive Spieler Günter Ansel
als Trainer verpflichtet.
1986 konnte die Damenturnabteilung ihr 20jähriges Bestehen feiern.
In der folgenden Spielsaison 1987/88 übernahm Horst Gruber als
Trainer die Verantwortung für die aktiven Mannschaften. Die Vorrunde
wurde wieder mit einem unteren Tabellenplatz abgeschlossen. Nach
einer sehr schwachen Vorrunde gelang es der Mannschaft in der
Rückrunde, 20 Punkte und damit den 8. Tabellenplatz, d. h. den
Klassenerhalt, zu erkämpfen.
Bei den Jugendmannschaften sind nach und nach wegen der schwächeren
Jahrgänge Probleme aufgetaucht. So ist es heute nicht mehr möglich,
alle Mannschaften zu besetzen; man mußte mit Nachbarvereinen
Spielgemeinschaften gründen.
Im Jugendbereich mußte erstmals in der Verbandsrunde 1988/89 mit
einigen Jugendmannschaften eine Spielgemeinschaft mit dem TuS
Ommersheim eingegangen werden.
,,Vom Außenseiter zum Titelträger" könnte man den Weg der Fußballer
in den 30 Spielen der Verbandsrunde 1989/ 90 beschreiben, nachdem
die l. Mannschaft vier Jahre gegen den Abstieg gekämpft hatte und
nun die Meisterschaft errang.
In diese Spielrunde ging man mit der Hoffnung auf eine gute
Plazierung, nachdem Ulrich Leger, ein dynamischer Spielertrainer, zu
Beginn der Spielrunde verpflichtet werden konnte und eine Verjüngung
der Mannschaft mit fast ausschließlich Heckendalheimer Spielern
möglich war. Mit dem vierten Tabellenplatz in der Vorrunde entsprach
man auch den Zielsetzungen dieser Runde. Dank der hervorragenden
Spielerleistungen wurden in der Rückrunde in 15 Spielen nur 6 Punkte
abgegeben. Am 23. Spieltag ist mit dem Sieg über Erfweiler-Ehlingen
die Tabellenspitze erkämpft worden, die bis zum Ende der Spielrunde
gehalten werden konnte. Mt 4 Punkten Vorsprung wurde schließlich die
l. Mannschaft Meister und stieg erneut in die Bezirksliga Ost auf.
In diesem Jahr wurde der SVH auch durch eine neue Sparte bereichert.
Karin Lück gründete mit ihrer "Garde" eine Spiel-, Tanz-, Turngruppe
für Mädchen.
In der folgenden Verbandsrunde 1990/91 gelang der Klassenerhalt in
der Bezirksliga nicht, und am Ende der Runde mußte wieder der Weg in
die Kreisliga A angetreten werden.
Ab der Verbandsrunde 1991/92 ist der langjährige Spieler Andreas
Ruppert als Trainer verpflichtet worden und führte dieses Amt auch
in der Saison 92/93 aus. Leider stieg die Mannschaft dennoch 1992 in
die Kreisliga B ab.
Für die Saison 93/94 wurde Volker Brämer für ein Jahr als Trainer
verplichtet.
Während der Saison 94/95, in der Egbert Fickinger Trainer war, trat
der langjährige Vorstand Josef Fegert zurück. Der Vorstand mußte neu
gewählt werden. Josef Lück übernahm am 04.12.94 den Verein.
Im März trennte sich der Verein von seinem Trainer und Andreas
Ruppert übernahm wieder vorübergehend dieses Amt.
Für die Saison 95/96 wurde als Spielertrainer Eckehard Breuer
verpflichtet.
Ab 96/97 trainierte Hans Leismann die Mannschaft. Er erhielt in der
Saison 97/98 Unterstützung durch Holger Marold. Gemeinsam leiteten
beide das Training bis zur Saison 99/00.
Neben den Fußball- und Turnerabteilungen war die jährliche
Ausrichtung der IVV-Wanderungen ein weiterer Schwerpunkt der
Vereinstätigkeit.
1998 fand die 25. und letzte IVV-Wanderung statt. Der Vorstand
beschloß wegen Unrentabilität die Wanderung einzustellen.
Für die Saison 00/01 verpflichtete der Verein Hans Müller als
Trainer. Da er mit der Mannschaft nicht zurecht kam, trennte er sich
bereits im September wieder vom SVH. Spontan übernahmen Andreas
Ruppert und Dieter Trompeter das Training.
Nach nur einer Saison legte Andreas Ruppert sein Traineramt, aus
familiären Gründen, nieder. Seitdem trainiert Dieter Trompeter die
Mannschaften alleine.